Panoramarechner für die Landschaftsfotografie

Anzahl der Bilder für die Panoramafotografie

Warum dieser Rechner?

Für einen Kurs zur Landschaftsfotografie hatte ich auch ein Kapitel zur Panoramafotografie vorbereitet. Dabei ist mir aufgefallen, dass es kaum Rechner zu finden gibt, mit denen man anhand der Kamera bzw. des Sensors und der Brennweite die Anzahl der benötigten Bilder berechnen kann - bzw mit dem man den Winkel berechnen kann, um dem man die Kamera drehen muss, um die benötigte Anzahl zu erreichen.
Deshalb war es mein Ziel, einen Rechner zu erstellen, der besser bedienbar und übersichtlicher ist, als das, was man im Internet findet und nur Informationen benötigt, die man einfach auf seiner Kamera bzw. dem Objektiv auslesen kann.
Außerdem habe ich festgestellt, dass es zwar schön ist, wenn ich weiß, dass ich meine Kamera um 1,3° schwenken muss - es aber nicht realistisch ist, mit gängigen Panoramaköpfen solche Werte einzustellen.
Also habe ich zusätzlich eine «Empfehlung&rtaquo; hinzugefügt, die diese Tatsache berücksichtigt und bei der man den Skalenwert wählen kann, der noch einstellbar ist.

Wichtige Hinweise

  • Die Brennweiten-Skala habe ich auf mehr oder minder nützliche obere Werte beschränkt.
  • In der Brennweiten-Skala sind die Brennweiten für Kleinbild-Äquivalente (also ohne Multiplikation mit dem Crop-Faktor) einzustellen
  • Die Berechnung ist optimiert für:
    • Normal-Objektive (keine Fisheye-Objektive)
    • einzeilige, zylindrische Panoramen

Errechnen der benötigten Bilder für Panoramaufnahmen

Der Rechner ist selbstausführend: Alle Werte aktualisieren sich, sobald Eingaben geändert oder die Schieberegler bedient werden.
Sensorgröße
mm
mm
Brennweite des Objektivs
Bildwinkel
Überlappung & Panoramagröße
Anzahl der Bilder bei 25% Überlappung und 360°-Panorama
Empfehlung
Da die Winkeleinteilung der Teilstriche bei Panorama- oder Stativköpfen meist bei 2,5° oder 5° liegt, ist es einfacher und genauer die Kamera weiterzudrehen, wenn die Drehung pro Bild durch 2,5 bzw. durch 2,5 teilbar ist. Wegen Ungenauigkeiten bei der Einstellung der Drehskala sind 25% Überlappung zu empfehlen.

Legende
Überlappung
Winkel
Anzahl Bilder
Querformat
Hochformat

Was bedeutet was?

(1) Kamera / Sensor

Die Formate Vollformat, APS-C und DX, ... bezeichnen eher Größenverhältnisse als exakte Größenangaben. Die Sensoren einzelner Kameras mit vermeintlich gleicher Sensorgröße können sich hierbei in den Abmessungen um Bruchteile von Millimetern unterscheiden. So hat z.B. NIKON in seinen Halbformat-Kameras z.B. Sensorgrößen wie 23.1x15.4, 23.2x15.4, 23.5x15.6 23.6x15.8, 23.7x15.7 verbaut. Diese - wenn auch kleinen - Unterschiede haben trotzdem einen Einfluss auf den Bildwinkel und damit die ANzahl der benötigten Bilder - vor allem bei langen Brennweiten. Wer also ein exakteres Ergebnis möchte, sollte - sofern vorhanden - sein Kameramodell aus der Liste wählen.

(2) Überlappung der Quellbilder beim Erstellen eines Panoramas

Bei den Quellbildern zur Erstellung eines Panoramas sollte eine Überlappung mindestens 20% vorliegen. So ist sichergestellt, dass zusammengehörige Bilder durch Panorama-Programme erkannt und nahtlos zusammengefügt werden können. zu empfehlen sind meines Erachtens eher 25%, so dass durch Ungenauigkeiten bei der Drehung der Kamera immer noch genügend Puffer vorhanden ist.

Checkliste

Bei der Panoramafotografie gibt es einige Punkte, die man beachten sollte. Alleine schon dadurch, dass bei einem 360°-Panorama bei Tageslicht, ein Bild gegen die Sonne und ein Bild mit der Sonne gemacht wird und sich der Himmel und die Landschaft bei der Drehung komplett verändern können, ändern sich auch alle Parameter für eine automatische Belichtung. Damit aber alle Bilder ohne Farb- Helligkeitsunterschiede zusammengefügt werden können, müssen alle Automatiken in der Kamera abgestellt werden.
Hier eine kleine Checkliste, was beachtet werden mus bzw. sollte, damit das Panorama gelingt.

Muss

  • Kamera auf manuelle Belichtung (M) einstellen
  • Mit Autofocus scharfstellen und Autofocus abstellen oder manuell fokussieren
  • Überprüfen, ob alles, was scharf sein soll, in der Schärfeebene liegt.
    Blende entsprechend einstellen.
  • Festen ISO-Wert (kein Auto-ISO) einstellen
  • Weißabgleich auf manuell einstellen
  • Stativ mit Panoramakopf (Gradeinstellung) oder Nodalpunktadapter verwenden
  • Bildstabilisator abstellen
  • Kamera mit Fernauslöser oder Aufnahmeverzögerung auslösen
  • Windiges Wetter mit stark bewegtem Motiv Vermeiden (z.B. Wind + Wolken, Wind + Wellen)

Kann

  • Aufnahme-Dateiformat auf RAW einstellen
  • Nodalpunkt (bestimmen und) einstellen
  • Im Hochformat fotografieren
  • Spiegelvorauslösung aktivieren